Reisdiät - In 3 Wochen 10 Kilo abnehmen? [Mit Plan + Rezepte]

Reisdiät – In 3 Wochen 10 Kilogramm abnehmen?

Reisdiät zum Abnehmen

Von Daniela Skerbinz, BEd
Letztes Update: 10.10.2019

Reis morgens, mittags, abends - und dabei auch noch schnell abnehmen? Ist das möglich? Laut Vertretern der Reisdiät schon.

Die Reisdiät gibt es schon seit einigen Jahren und sie taucht vor allem zu Jahresanfang immer wieder in Zeitschriften auf. Auch im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen, die beschreiben, wie sie die Kilos zum Purzeln bringen soll.

Doch was steckt wirklich hinter dieser Diät? Ist sie so effektiv, wie immer behauptet wird?

In diesem Artikel sehen wir uns die Reisdiät genauer an. Du erfährst, wie sie abläuft, wie der Plan aussieht und welche Lebensmittel erlaubt sind. Zudem beleuchten wir ihre Vor- und Nachteile.

Was ist die Reisdiät?

Reisdiät zum Abnehmen

Es gibt unterschiedliche Varianten der Reisdiät. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Das Hauptnahrungsmittel während der Diät ist - Überraschung - Reis.

Durch die relativ salzarme Ernährung und den kaliumhaltigen Reis, der die Wasserausscheidung fördert, soll man schnell Gewicht verlieren. Doch diese schnell abgenommen Kilos sind nicht nur Fett, sondern auch Wasser.

Natürlich verliert man während der Reisdiät auch Körperfett. Das ist auch kein Wunder, schließlich erreicht man dabei ein hohes Kaloriendefizit.

Unter einem Kaloriendefizit versteht man, dass weniger Kalorien aufgenommen werden, als man verbraucht. Somit muss der Körper Fett abbauen, um genügend Energie zu haben.

Aus der Sicht des Fettabbaus ist es ziemlich egal, wie man ein Kaloriendefizit erreicht. Geht es um dauerhafte Erfolge, die Gesundheit und den Erhalt der Muskelmasse sieht es aber anders aus.

Oft wird die Reisdiät als reine Monodiät durchgeführt, bei dir 3 bis 4 Tage lang nur gekochter, ungesalzener Reis gegessen wird. Bei anderen Varianten werden diese Tage um ausgewählte Lebensmittel ergänzt, um die Ernährung nicht so einseitig zu gestalten.

Reisdiät Rezept

Ablauf der Reisdiät

Bei den meisten Varianten wird in der ersten Woche 3 Mal pro Tag 60 Gramm Reis gegessen. Die 60 Gramm beziehen sich auf das Rohgewicht und werden ohne Salz gekocht.

Laut den Erfindern ist es erlaubt zusätzlich etwas Apfelmus oder Salat zu essen. Das sollte allerdings nur als Beilage dienen, die ohne zusätzliches Fett zubereitet wird.

In der zweiten Woche der Reisdiät darf dann wieder vermehrt Obst und Gemüse eingebaut werden. Hier sind alle möglichen Sorten erlaubt. Auch hier sollte aber auf eine fettfreie Zubereitung geachtet werden. Salz sollte nur spärlich verwendet werden.

In der dritten Woche können dann auch eiweißhaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Hähnchen oder Fisch eingebaut werden. Es wird allerdings empfohlen den Fisch oder das Fleisch mit wenig Fett zu garen.

Erlaubte Lebensmittel

Einige erlaubte Lebensmittel haben wir schon kurz angesprochen. Das Hauptlebensmittel ist natürlich Reis, wobei bei den meisten Varianten Vollkornreis empfohlen wird. Dieser hat mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Außerdem sättigt er länger als weißer Reis.

Es gibt strenge und nicht ganz so strenge Varianten. Gewisse Lebensmittel sind allerdings immer verboten.

Während der Diät sollte ausreichend getrunken werden, am besten nur Wasser und ungesüßte Tees. Manchmal wird auch empfohlen entwässernden Tee, wie Brennesseltee, zu trinken.

Weiters sind je nach Diät-Phase folgende Lebensmittel erlaubt:

Salat (jegliche Sorten)

Verschiedenes Gemüse (Tomaten, Gurken, Rote Beete, Zwiebel, …)

Obst

Passierte Tomaten

Ungezuckertes Apfelmus

Kräuter und andere Gewürze, Salz allerdings nur in geringen Mengen

Pflanzliche Milchalternativen

Essig

Mageres Fleisch (Hähnchen, Pute, Schweinefilet, Rindertatar, …)

Magerer Fisch

Meeresfrüchte

Verbotene Lebensmittel:

Fettes Fleisch, fetter Fisch

Wurstwaren und Schinken

Getreideprodukte wie Pasta, Brot, Brötchen

Zucker

Künstliche Süßungsmittel oder Zuckeraustauschstoffe

Fertiggerichte

Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe

Softdrinks und Säfte

Öle oder Fette

Alkohol

Reisdiät Plan - So kann der Ernährungsplan aussehen

Je nach Variante sieht der Essensplan natürlich unterschiedlich aus. In unserem Beispiel-Plan zeigen wir dir 3 Tage aus der dritten Woche der Reisdiät. Die strenge Vorgangsweise für Woche 1 und 2 halten wir für so schlecht, dass wir dafür keinen Plan vorstellen möchten.

Tag 1:

Morgens: 60g Reis + 100g ungezuckertes Apfelmus, Zimt

Mittags: 60g Reis + Salat aus Babyspinat, Thunfisch und Tomaten, Dressing aus Essig und Kräutern

Abends: 60g Reis mit gegrilltem Hähnchenbrustfilet und Tomatensauce mit Curry

Tag 2:

Morgens: Milchreis aus 60g Reis, 200g Mandelmilch, dazu heiße Himbeeren

Mittags: 60g Reis mit gedünstetem Kabeljau, Blattspinat und Champignons

Abends: 60g Reis als Reissalat mit Gurken, Tomaten, Zwiebeln, gebratenem Rindertatar und einem Essig Kräuter Dressing

Tag 3:

Morgens: Milchreis aus 60g Reis, 200g Hafermilch, dazu Mango und Heidelbeeren

Mittags: 60g Reis mit gedämpftem Hähnchen und Karotten

Abends: 60g Reis mit Zucchini in Tomatensauce, dazu gebratene Shrimps

Der Reis ist hier immer mit dem Rohgewicht angegeben. Er muss also noch gekocht werden, bevor er verzehrt wird.

Mögliche Vorteile der Reisdiät

Die Vorteile der Reisdiät fallen eher gering aus. Positiv wäre zu beurteilen, dass empfohlen wird viel zu trinken. Auch der Verzicht auf Fertigprodukte, Zusatzstoffe, fettreiche Wurstwaren und Softdrinks ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zu begrüßen.

Durch den Vollkornreis in Verbindung mit Obst und Gemüse werden auch einige Ballaststoffe aufgenommen. Insgesamt ist man mit Ballaststoffen aber trotzdem unterversorgt.

Ansonsten sind wir mit der Auflistung der Vorteile schon wieder fertig. Die Nachteile überwiegen bei dieser Diät eindeutig.

Nachteile der Reisdiät

Besonders wenn die Reisdiät sehr streng durchgeführt wird, ist sie äußerst monoton. Abgesehen davon, dass es aufs Gemüt schlagen kann, immer dasselbe zu essen, ist es auch für den Körper eine Herausforderung.

Der strenge Verzicht auf Fett, auch auf ungesättigte Fettsäuren, ist selbst bei einer recht kurzen Diät nicht günstig. Wir brauchen Fett unter anderem für den Aufbau von Zellmembranen sowie zur Herstellung gewisser Hormone.

Besonders Frauen können bei zu geringer Fettaufnahme hormonell bedingte Probleme bekommen. Dies kann bis zum Ausbleiben der Periode oder sogar bis zur Unfruchtbarkeit führen.

Es ist demnach nicht ratsam gänzlich auf Fett zu verzichten. Greife bewusst zu ungesättigten pflanzlichen Fetten. Gute Quellen dafür sind Nüsse, Olivenöl, Leinöl und Avocado.

Ein weiterer Nährstoff, der bei der Reisdiät zu kurz kommt, ist Eiweiß. Bei sehr strengen Varianten werden in den ersten beiden Wochen kaum eiweißhaltige Lebensmittel gegessen. Der Proteinbedarf ist somit nicht gedeckt.

Proteine benötigst du zum Aufbau von verschiedenen Strukturen im Körper. Zudem bestehen nahezu alle Enzyme aus Eiweiß. Ohne diese Enzyme können diverse Stoffwechselvorgänge nicht richtig ablaufen.

Gerade beim Abnehmen hat Eiweiß weitere, sehr wichtige Funktionen. Es sorgt nämlich dafür, dass wir weniger Hunger haben und keine Muskelmasse verlieren.

Da bei der Reisdiät zu wenig Eiweiß aufgenommen wird, kann es im Verlauf der Diät sogar zum Muskelabbau kommen.

Fazit

Natürlich muss jeder selbst entscheiden, wie er abnehmen will. Mit der Reisdiät wird man zwar Gewicht verlieren, das geschieht aber rein durch das hohe Kaloriendefizit. Irgendwelche speziellen Inhaltsstoffe im Reis sorgen nicht für einen schnelleren Gewichtsverlust. Ein Kaloriendefizit kannst du jedoch auch durch eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung erreichen.

Die angeführten Nachteile sollten jeden überzeugen, auf eine andere Art und Weise abzunehmen. Picke dir einige positive Aspekte, wie den Verzehr von viel frischem Gemüse heraus und ernähre dich ansonsten gesund und ausgewogen. Damit nimmst du vielleicht nicht so schnell ab, dafür aber langfristig und mit Genuss.

Was hältst du von der Reisdiät? Oder hast du sogar schon Erfahrungen damit? Hinterlasse jetzt einen Kommentar, auch bei Fragen!

Liebe Grüße, Dani

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