Darum ist Olivenöl so gesund - Top 7 Wirkungen auf deinen Körper

Darum ist Olivenöl so gesund – Top 7 Wirkungen auf den Körper

Olivenöl für die Gesundheit

Von Daniela Skerbinz, BEd
Letztes Update: 17.08.2019

Olivenöl spielt in der mediterranen Ernährung eine große Rolle. Doch auch hierzulande wird das Öl gerne in der Küche verwendet. Das ist nicht wirklich verwunderlich, schließlich schmeckt es sehr lecker und rundet verschiedenste Gerichte ab. Außerdem soll es zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen haben.

In diesem Artikel sehen wir uns an, wie gesund Olivenöl wirklich ist und welche Wirkungen es auf den Körper haben kann.

Du wirst außerdem erfahren, was ein gutes Olivenöl ausmacht. Dazu bekommst du Tipps, worauf du beim Kauf und bei der Lagerung von Olivenöl achten solltest.

Studien zu Olivenöl

Olivenöl gilt im Mittelmeerraum schon seit langem als "flüssiges Gold". Man bezeichnet es als Quelle von Vitalität und Gesundheit.

Schon seit Jahren sind diverse gesundheitliche Vorteile von Olivenöl bekannt. Je mehr Forschungen sich mit diesem Lebensmittel beschäftigen, desto mehr interessante Studienergebnisse kommen ans Licht.

Die besonderen Inhaltsstoffe des Öls haben unterschiedlichste Wirkungen auf unseren Körper. Sie können laut Studien zum Beispiel das Risiko für bestimmte Krankheiten vermindern. Welche Stoffe das sind und wie sie wirken, erfährst du in den nächsten sieben Punkten genauer.

1) Olivenöl enthält gesundheitsfördernde Antioxidantien

Antioxidantien sind Stoffe, die im Körper gegen freie Radikale vorgehen. Wenn du zu viele freie Radikale im Körper hast, kann es zu oxidativem Stress kommen. Das ist ein Zustand, bei dem freie Radikale Zellen angreifen und schädigen können.

Oxidativer Stress wird mit der Entstehung von zahlreichen Krankheiten in Verbindung gebracht. Antioxidantien können diesem Zustand entgegenwirken.

In Olivenöl sind zahlreiche verschiedene Antioxidantien enthalten. Genauer gesagt kommen darin Carotinoide, Phytosterole, Vitamin E, Polyphenole wie Flavonoide und Lignane vor.

Sie können nachweislich oxidativen Stress vermindern und positiv auf die Gesundheit wirken.

2) Olivenöl enthält gesunde, ungesättigte Fettsäuren

Wie du bestimmt weißt, besteht Olivenöl nahezu gänzlich aus Fettsäuren. Chemisch gesehen gibt es unterschiedliche Arten von Fettsäuren: mehrfach ungesättigte, einfach ungesättigte und gesättigte Fettsäuren.

Die Zusammensetzung von Olivenöl sieht durchschnittlich so aus:

55-83% Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure

7-20% Palmitinsäure, eine gesättigte Fettsäure

3-21% Linolsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure

0-5% Stearinsäure, eine gesättigte Fettsäure

0-4% Palmitoleinsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure

Der Anteil der verschiedenen Fettsäuren hängt natürlich immer von den verwendeten Oliven ab.

Vielleicht hast du schon mal von den hoch gepriesenen Omega 3 Fettsäuren gehört. Diese sind im Olivenöl nicht wirklich enthalten, dennoch gilt es als sehr gesund.

Die Fettsäure, die am stärksten im Olivenöl vertreten ist, ist die Ölsäure, eine sogenannte Omega-9-Fettsäure. Diese einfach ungesättigte Fettsäure wurde bereits in zahlreichen Studien untersucht. Es gibt Nachweise, dass sie entzündungshemmend wirkt und sogar das Risiko für die Entstehung von Krebs verringern könnte.

Außerdem nimmt man an, dass sie dafür verantwortlich ist, dass Olivenöl die Blutfettwerte positiv beeinflussen kann.

Olivenöl Wirkung

3) Olivenöl kann Herzerkrankungen vorbeugen

Erkrankungen des Herzens und der Herzgefäße sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Ursachen dafür sind unter anderem eine ungesunde Ernährung, wenig Bewegung, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Übergewicht und Stress.

Durch größere Studien vor einigen Jahren fiel auf, dass Menschen in mediterranen Ländern weit seltener unter Herzkrankheiten leiden. Deshalb wurde natürlich sofort nachgeforscht, warum das so ist. Wissenschaftler fanden heraus, dass die mediterranen Ernährung dafür verantwortlich ist.

Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung. Die Fettsäuren-Zusammensetzung des Öls hat laut Studien verschiedene positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System.

Zu dieser Thematik gibt es wirklich viele Studien, welche die Wirksamkeit von Olivenöl aufzeigen. Es konnte bereits festgestellt werden, dass es das LDL-Cholesterin senken und Bluthochdruck vermindern kann.

Für deine Herzgesundheit ist Olivenöl also sicherlich von Vorteil, auch wenn natürlich noch andere Komponenten in deiner Ernährung und deinem Leben Einfluss darauf haben.

4) Olivenöl könnte Alzheimer entgegen wirken

Olivenöl für die Gesundheit

Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, die mit Gedächtnisverlust einhergeht. Die Krankheit kennzeichnet sich dadurch, dass sich im Hirn Eiweißablagerungen ansammeln. Dadurch gehen bestimmte Hirnfunktionen verloren.

Es ist leider noch nicht vollends geklärt, warum und wie Alzheimer entsteht. So ist es auch schwierig herauszufinden, was man präventiv gegen diese Erkrankung unternehmen kann.

2017 wurde allerdings eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass Olivenöl eine präventive Wirkung gegen Alzheimer haben könnte.

In der Studie wurde einer Gruppe von Mäusen täglich Olivenöl verabreicht, der anderen nicht. Nach Ende der Studie konnte festgestellt werden, dass es Unterschiede zwischen den Mäusen gab. Die Mäuse, die täglich Olivenöl bekamen, hatten eine bessere Gehirnleistung und wiesen weniger Eiweißablagerungen im Gehirn auf, die ja bei Alzheimer auftreten.

Man muss natürlich bedenken, dass das eine Tierstudie war. Ob es beim Menschen ähnlich sein könnte, ist noch nicht untersucht worden. Verschiedene Studien dazu laufen aber bereits.

Der Leiter der Tierstudie meinte dazu, dass diese Ergebnisse eindeutig für sich sprechen und er jedem empfiehlt mehr Olivenöl zu konsumieren. Es ist zwar noch nicht erwiesen, dass es diese spezifische Wirkung auch beim Menschen gibt, schaden tut es allerdings bestimmt nicht.

5) Olivenöl kann das Krebs-Risiko senken

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache im deutschsprachigen Raum. Wie es bei den Herzerkrankungen war, so ist es auch bei den Forschungen zu Krebs abgelaufen: Diversen Wissenschaftlern fiel auf, dass im Mittelmeerraum weniger Personen an Krebs erkrankten, als zum Beispiel in Deutschland.

Man bezog diese Erkenntnisse ebenfalls auf die mediterrane Ernährung, die ja reichlich Olivenöl beinhaltet. Wie schon vorhin angesprochen, enthält das Öl zahlreiche Antioxidantien, die oxidativen Stress bekämpfen.

Wenn du dich erinnerst, kann oxidativer Stress die Zellen negativ verändern, was zum Beispiel zur Entstehung von Krebs führen kann. Durch die speziellen Stoffe im Olivenöl kann das vermieden werden. Eine deutsche Studie bestätigte diese Annahmen.

Ein Stoff namens Oleocanthal, der sich ebenfalls in Olivenöl befindet, soll zudem eine ausgesprochen toxische Wirkung auf Krebszellen haben. Er hat die Fähigkeit Krebszellen binnen kurzer Zeit zu zerstören.

Die Universität von Edinburgh fand in einer Studie heraus, dass die Ölsäure die Funktion eines bestimmten Proteins stoppen soll, das bei der Bildung von Gehirntumoren eine große Rolle spielt. Durch ausreichenden Konsum von Olivenöl könnte die Entstehung von Hirntumoren also eventuell eingedämmt werden.

Doch obwohl verschiedene Studien hoffen lassen, dass Olivenöl präventiv gegen Krebs wirkt, fehlen einfach noch aussagekräftige Studien, welche die Wirkungen beim Menschen eindeutig zeigen.

Du musst immer bedenken, dass die Krebsentstehung ein wahnsinnig komplexes Thema ist, welches auch heutzutage noch nicht vollständig erforscht ist. Tipps zur Krebsvermeidung sind in den meisten Fällen nur bedingt aussagekräftig.

Eine gesunde Ernährung mit genug Antioxidantien und gesunden Fettsäuren ist aber bestimmt eine gute Idee.

6) Olivenöl kann Schlaganfälle vorbeugen

Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind Schlaganfälle die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Zudem sind sie die Hauptursache für bleibende Behinderungen.

In den meisten Fällen ist es bei einem Schlaganfall so, dass die Gefäße, die Blut zum Hirn führen, verstopft sind und das Hirn somit nicht mehr richtig versorgt werden kann. Es kann aber auch sein, dass ein Gefäß im Hirn platzt und die Versorgung des Hirns in weiterer Folge unterbrochen ist.

Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Diabetes, Übergewicht und Rauchen sind Risikofaktoren für Schlaganfälle. Auch wenn meist eher ältere Personen betroffen sind, können Schlaganfälle durchaus bei jüngeren Menschen auftreten.

Olivenöl kann Risikofaktoren, wie schlechte Blutfettwerte und Bluthochdruck bekämpfen. Es wurde außerdem herausgefunden, dass einfach ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem in Olivenöl enthalten sind, das Risiko für einen Schlaganfall durch Gefäßrisse vermindern können.

Fasst man einige durchgeführte Studien zusammen, kommt man zum Schluss, dass Olivenöl wirklich das Risiko für Schlaganfälle senken kann.

Es sollte aber auch in diesem Fall klar sein, dass Olivenöl alleine nicht ausreicht. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und der Verzicht aufs Rauchen sind nach wie vor Pflicht, um das Risiko für Schlaganfälle gering zu halten.

7) Olivenöl wirkt entzündungshemmend

Man weiß mittlerweile, dass chronische Entzündungen für Herzinfarkte, Alzheimer, Krebs, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Demenz und Diabetes mitverantwortlich sind.

Forscher haben herausgefunden, dass hochwertiges Olivenöl Entzündungen reduzieren kann. Das liegt unter anderem an den enthaltenen Antioxidantien. Besonders wichtig ist hierbei das sogenannte Oleocanthal.

Dieser Stoff hat ähnlich entzündungshemmende Eigenschaften wie der bekannte medizinische Wirkstoff Ibuprofen. Deshalb kann man Olivenöl definitiv als entzündungshemmend bezeichnen.

Es wurde zudem festgestellt, dass Fettsäuren und Antioxidantien im Olivenöl gewisse Biomarker, die Entzündungen anzeigen, senken können.

Tipps zum Kauf

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Beim Einkaufen solltest du auf ein paar Punkte achten.

Die Verpackung

Ein hübsches Etikett und eine schöne Flasche machen noch lange kein hochwertiges Olivenöl aus. Viel wichtiger ist, wie die Verpackung generell beschaffen ist.

Das Olivenöl muss licht- und sauerstoffgeschützt sein. Die Inhaltsstoffe sind nämlich sehr empfindlich und können dadurch zerstört werden. Das Öl wird dann ranzig und ungenießbar. Optimal sind dunkle Glasflaschen oder Weißblechdosen. Finger weg von Produkten in hellen Glas- oder gar Plastikbehältern.

Schaue aufs Etikett

Aus dem Etikett kannst du einiges herauslesen. Ein Hinweis auf ein gutes Olivenöl ist immer der Begriff "Natives Olivenöl extra" oder auch "Extra Vergine". Diese Klassifizierung sagt aus, dass dieses Öl nur mit mechanischen Verfahren ohne chemische Mittel oder Wärmezufuhr gewonnen wurde. Extra natives Olivenöl ist also immer kaltgepresst.

Mache eine Geruchs- und Geschmacksprobe

Die beste Qualität bringt dir nichts, wenn dir das Olivenöl nicht schmeckt. Außerdem könnte es sein, dass das Öl irgendeinen Fehler hat, den du durch einen Geschmacks- und Geruchstest erkennen kannst.

Besonders günstig wäre also, wenn du vor dem Kauf eine Geschmacks- und Geruchsprobe machen kannst. Am ehesten geht das natürlich in kleineren Feinkostläden.

Hochwertiges Olivenöl soll angenehm und frisch riechen. Sobald das Olivenöl einen Fehlgeruch aufweist, entspricht es nicht mehr der höchsten Güteklasse. Du erkennst ein schlechtes Olivenöl wirklich schnell am Geruch. Wenn es einen typischen ranzigen Geruch aufweist, solltest du es auf keinen Fall kaufen.

Ähnlich verhält es sich beim Geschmack. Wenn das Öl sehr bitter und unangenehm schmeckt, ist es höchstwahrscheinlich nicht die beste Wahl.

Kaufe Bio-Olivenöl

Bio-Olivenöl ist zwar qualitativ nicht automatisch besser. Du kannst aber davon ausgehen, dass bei der Herstellung keine chemischen Pestizide verwendet wurden.

Tipps zur Lagerung

Hast du erstmal ein hochwertiges Olivenöl gekauft, möchtest du auch möglichst lange etwas davon haben, oder? Deshalb ist es wichtig auf die richtige Lagerung zu achten.

Die Art der Lagerung hat einen großen Einfluss auf die Qualität und Haltbarkeit des Öls. Bei falscher Lagerung kann es schnell bitter oder ranzig werden.

Unter Licht- und Sauerstoffauschluss lagern

Wie schon oben erwähnt, ist Olivenöl licht- und sauerstoffempfindlich. Achte also immer darauf, dass es dunkel und gut verschlossen gelagert wird.

Lagere Olivenöl gekühlt

Auch Wärme kann einen Einfluss auf die Qualität des Öls haben. Lagere das Olivenöl lieber kühl. Temperaturen über 25 Grad sind sehr schädlich.

Sicher aufbewahren kannst du es im Kühlschrank. Es kann aber sein, dass sich dadurch die Struktur des Olivenöls etwas ändert. Das gibt sich aber, wenn du es vor der Verwendung kurz bei Zimmertemperatur stehen lässt.

Feinschmecker meinen, dass das Aroma bei der Lagerung im Kühlschrank nachlässt. Sie empfehlen eine Lagerung im kühlen Keller bei etwa 10 Grad.

Fazit

Olivenöl enthält tolle Inhaltsstoffe, die nachweislich einen positiven Einfluss auf deine Gesundheit haben können. Es ist aber auf jeden Fall so, dass die beste Wirkung des Olivenöls nur dann auftritt, wenn du dich auch ansonsten ausgewogen ernährst.

Die mediterrane Ernährung ist zum Beispiel nicht nur aufgrund des Olivenöls so gesund. Viel Obst und Gemüse, mageres Fleisch und Fisch in moderaten Mengen, viele Ballaststoffe und gesunde Fette versorgen deinen Körper mit allem was du brauchst. Der regelmäßige Konsum von Olivenöl ergänzt deine Ernährung aber wirklich gut.

Zusammengefasst bleibt anzumerken, dass es bezüglich der Fettsäure-Zusammensetzung wichtig wäre verschiedene Fettquellen zu nutzen. Die Fettsäuren im Olivenöl sind sehr gesund und wirkungsvoll, der Körper braucht aber dringend auch andere Fettsäuren.

Ich würde dir also ans Herz legen verschiedene gesunde Fettquellen zu wählen. Das können andere Pflanzenöle sein, wie Walnussöl, Leinöl oder Kürbiskernöl. Aber auch Nüsse, Avocados und fettreicher Fisch, wie Lachs, sind hervorragende Fettquellen. Die Vielfalt macht es aus!

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar interessante Fakten über Olivenöl liefern. Wenn du noch Fragen hast, schreibe sie gerne in die Kommentare. Welches Öl verwendest du am liebsten? Ist Olivenöl auch einer deiner Favoriten?

Beste Grüße, Dani

Verpass nicht das Beste!

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1 Comment

  1. Beate sagt:

    Ja, ich benutze eigentlich nur Olivenöl. Entweder aus dem Discounter oder aus dem Garten von unseren kroatischen Freunden. 😉👍

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