DASH-Diät: Bluthochdruck senken und abnehmen durch Ernährung

Die DASH-Diät: Bluthochdruck senken und schnell abnehmen durch Ernährung

DASH-Diät gegen Bluthochdruck

Von Daniela Skerbinz, BEd
Letztes Update: 09.07.2019

Über eine Milliarde Menschen weltweit leiden an Bluthochdruck - und es werden immer mehr. Ein zu hoher Blutdruck steht im Zusammenhang mit zahlreichen anderen gesundheitlichen Risiken, wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Schlaganfall und Nierenversagen.

Da Bluthochdruck unter anderem oft durch die falsche Ernährung ausgelöst wird, ist es naheliegend, genau daran etwas zu verändern. Das haben sich auch die Erfinder der sogenannten DASH-Diät gedacht.

In diesem Artikel wirst du erfahren, was die DASH-Diät ist und welche Lebensmittel dabei erlaubt sind. Natürlich wirst du auch die Vor- und Nachteile dieser Ernährung gegen Bluthochdruck kennen lernen. Zusätzlich dazu gibt dir ein 7 Tage Ernährungsplan Einblick in den genauen Ablauf der Diät.

Kleiner Exkurs: Hast du Bluthochdruck und was ist das?

DASH-Diät gegen Bluthochdruck

Vom Bluthochdruck (auch Hypertonie genannt) hast du bestimmt schon mal gehört. Dennoch wissen die meisten nicht genau, um was es sich dabei handelt und warum diese Erkrankung so gefährlich sein kann. Deshalb werden wir uns das mal kurz und bündig ansehen, damit du auch den Ansatz der DASH-Diät nachvollziehen kannst.

Definition

Unter dem Blutdruck versteht man den Druck, mit dem unser Herz das Blut durch den Körper pumpt. Gesunde Menschen haben einen Blutdruck von rund 120:80 mmHg.

120 beschreibt dabei den Druck, den das Herz beim Auswerfen des Blutes hat (Systole). Der Wert 80 beschreibt den Druck, den es in der Ansaugphase des Blutes hat (Diastole).

Wenn der erste Wert dauerhaft zwischen 140 und 159 mmHg und der zweite Wert dauerhaft zwischen 90 und 99 mmHg ist, liegt nach internationaler Definition Bluthochdruck vor. Eine wirklich schwere Hypertonie beginnt bei Werten, die größer sind als 180:110 mmHg.

Ursachen für Bluthochdruck

Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko für Bluthochdruck erhöhen können.

Dazu zählen:

Übergewicht

Stress

Bewegungsmangel

Rauchen

genetische Veranlagung (also erblich bedingt)

bestimmte Organerkrankungen (z.B. eine Nierenerkrankung)

Risiken von einem zu hohen Blutdruck

So was macht den Bluthochdruck nun so gefährlich?

Das Problem ist, dass durch den dauerhaft erhöhten Druck die Gefäße geschädigt werden. Das kann in weiterer Folge zu einer Schwäche des Herzens, einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, Nierenversagen, einem schlechterem Sehvermögen und vielem mehr führen.

Tückisch ist auch, dass man den Bluthochdruck vorher nicht wirklich merkt. Er macht erst Beschwerden, wenn schon Schäden an den Gefäßen und Organen entstanden sind.

Du siehst also, Bluthochdruck ist kein Phänomen, dass auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Zum Glück gibt es aber Maßnahmen mit denen man Bluthochdruck so gut wie möglich vermeiden kann.

Die DASH-Diät als Ernährung gegen Bluthochdruck

DASH ist die Abkürzung für "Dietary Approaches to Stop Hypertension". Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier also um eine Ernährung, die Bluthochdruck senken soll.

Wissenschaftler aus den USA entdeckten einen Zusammenhang zwischen einer vegetarischen und salzarmen Diät und dem Sinken des Blutdrucks der Studienteilnehmer.

Im Zuge der Arbeit mit Bluthochdruck-Patienten stellten die Wissenschaftler fest, dass sich eine diätische Lebensweise auch positiv auf das Gewicht auswirkt. Ziel der DASH-Diät ist es zwar primär den Blutdruck von Hypertonie-Patienten zu senken. Der Verlust von Körperfett ist aber dennoch meist wünschenswert und somit eine tolle Nebenerscheinung, die eine der Ursachen für Hypertonie, nämlich Übergewicht, beseitigen kann.

Auch wenn die DASH-Diät zum Abnehmen geeignet ist, sollte man sie viel mehr als langfristige Ernährungsumstellung und nicht als kurze Diät sehen.

Diese Lebensmittel sind bei der DASH-Diät erlaubt

Die DASH-Diät enthält an sich keine ganz genauen Lebensmittel-Vorschriften. Die Angaben beziehen sich vielmehr auf Lebensmittelgruppen.

Prinzipiell sollte die DASH-Diät, wie es aus den Studien hervorgeht, eher vegetarisch gehalten werden. Mageres Fleisch oder Fisch sind aber erlaubt.

Diese Lebensmittelgruppen sollten in dieser Diät vorwiegend konsumiert werden:

Gemüse und Obst

Obst und vor allem Gemüse sollten reichlich gegessen werden und in jeder Mahlzeit vorkommen.

Vollkornprodukte

Produkte aus dem ganzen Korn sollten Weißmehlprodukten vorgezogen werden. Neben Getreideprodukten sind auch stärkehaltige Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln erlaubt.

Fettarme Milchprodukte

Bei Milchprodukten sollte zu fettarmen Sorten, wie Skyr, Leichtmilch, Joghurt mit 1% Fett und so weiter gegriffen werden.

Mageres Fleisch und Fisch

Beim Fleisch sollte am besten Geflügel verwendet werden. Beim Fisch sind alle Arten erlaubt. Fette Seefische, wie Lachs, sollten allerdings seltener gegessen werden.

Hülsenfrüchte

Sättigende Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen dürfen in der DASH-Diät gerne verwendet werden.

Nüsse und Samen

Für die Aufnahme von essentiellen pflanzlichen Fetten sind kleine Mengen an Nüssen und Samen erlaubt.

Hochwertige pflanzliche Öle

Zum Zubereiten der Speisen (z.B. zum Anbraten oder für den Salat) werden hochwertige pflanzliche Öle empfohlen.

Diese Lebensmittel solltest du bei der DASH-Diät meiden

Natürlich gibt es Lebensmittel, die du bei dieser Diät zugunsten deines Blutdrucks besser meiden solltest.

Von diesen Nahrungsmitteln wird eher abgeraten:

Salzreiche Lebensmittel

Besonders bei salzarmen Varianten der DASH-Diät sollte der Salzkonsum stark eingeschränkt werden. Die Erklärung dazu findest du weiter unten im Artikel. Damit dein Essen nicht langweilig schmeckt, kannst du verschiedenste Gewürze und Kräuter einsetzen.

Fertigprodukte

Fertigprodukte enthalten neben Konservierungs- und Geschmacksstoffen oft sehr viel Salz.

Fettes Fleisch und Fleischprodukte

Fettes Fleisch, zum Beispiel Schweinebauch, sollte aufgrund des hohen Fettanteils selten konsumiert werden. Verarbeitetes Fleisch, wie Wurst, Würstchen und Speck sind nicht nur sehr fetthaltig, sondern oft auch stark gesalzen.

Süßigkeiten und Zucker

Vor allem fettreiche Süßigkeiten, wie Torten mit viel Creme oder Schokolade sollten sparsam genossen werden. Auch ansonsten sollte zugesetzter Zucker gemieden werden. Achte beim Einkaufen zudem auf versteckten Zucker, der Lebensmitteln meist unnötigerweise wird.

Diese Wirkungen hat die DASH-Diät

Diese Art der Ernährung soll nicht nur den Blutdruck senken, sondern auch einige andere Vorteile haben. Dazu gehört unter anderem der Verlust von überschüssigem Fettgewebe und positive Auswirkungen auf unser Krebsrisiko.

Wir nehmen jetzt die Auswirkungen der DASH-Diät genauer unter die Lupe und schauen uns an, was sie wirklich mit unserem Körper anstellen kann.

Die DASH-Diät senkt den Blutdruck

Wie schon erwähnt, steht ein erhöhter Blutdruck mit zahlreichen gesundheitlichen Risiken in Zusammenhang. Die DASH-Diät kann den Blutdruck nachweislich senken. Interessanterweise bewirkt die DASH-Diät bei Menschen mit Hypertonie und bei Gesunden mit normalem Blutdruck eine Senkung des Blutdrucks.

Es gibt Studien, in denen gezeigt wurde, dass Menschen durch die DASH-Diät ihren Blutdruck auch dann senken können, wenn sie kein Gewicht verlieren.

Allerdings zeigten die wissenschaftlichen Untersuchungen, die eine sehr salzarme DASH-Diät voraussetzten, eine noch bessere Minderung des Blutdrucks.

Besonders bei Studienteilnehmern, die einen sehr hohen Blutdruck hatten, konnte mit einer salzarmen Ernährung in zwei Monaten durchschnittlich eine Reduktion von 12 mmHg (systolisch) und 5 mmHg (diastolisch) erreicht werden.

Die DASH-Diät kann beim Abnehmen helfen

Wie wir vorhin schon gesehen haben, kann sich der Blutdruck durch diese Ernährung auch ohne gleichzeitige Gewichtsreduktion senken. Das Abnehmen ist aber oft ein positiver Nebeneffekt, der den Blutdruck weiter senken kann. Übergewicht ist nämlich ein Faktor, der einen erhöhten Blutdruck begünstigt.

Gewicht zu verlieren ist also eine gute Idee, wenn du deinen Blutdruck senken möchtest. Es gibt verschiedene Studien, die zeigen, dass Menschen, wenn sie die DASH-Diät einhalten, gut abnehmen.

Allerdings muss auch dazugesagt werden, dass in diesen Studien die Kalorienaufnahme der Teilnehmer kontrolliert wurde. Sie befanden sich also immer in einem berechneten Kaloriendefizit.

Schlussendlich ist es aber so, dass durch die Ernährungsvorgaben der DASH-Diät hochkalorische Lebensmittel ohnehin ausgeschlossen werden. So ist es für die meisten Menschen einfacher die Kalorienzufuhr niedrig zu halten, was zum Fettabbau führt.

Die DASH-Diät kann möglicherweise das Krebsrisiko senken

Krebs ist in der heutigen Zeit die zweithäufigste Todesursache. Leider steigen die Zahlen der Neuerkrankungen noch immer an.

Neuere Studien zeigen auf, dass die DASH-Diät das Risiko für manche Krebsarten, wie zum Beispiel Dickdarm- oder Brustkrebs, verringern kann. Aussagekräftige Langzeitstudien mit einer größeren Teilnehmerzahl wären aber erforderlich, um genauere Zusammenhänge zu erforschen.

Die DASH-Diät kann möglicherweise das Diabetes Risiko senken

Diabetes ist eine ernst zu nehmende Stoffwechselkrankheit, die zahlreiche Folgeschäden mit sich bringen kann.

Forscher fanden heraus, dass die DASH-Diät das Risiko Typ 2 Diabetes zu bekommen, verringert.

Außerdem kann sie helfen eine sogenannte Insulinresistenz zu verhindern. Das ist ein Zustand, bei dem deine Zellen nicht mehr richtig auf Insulin reagieren, woraus sich langfristig Diabetes entwickeln kann.

In dieser und dieser Studie kannst du genau sehen, welchen positiven Einfluss die DASH-Diät auf den Zuckerstoffwechsel haben kann.

Die DASH-Diät kann möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken

Nicht nur das Senken des Blutdrucks kann helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden.

Die ausgewogene Lebensmittelauswahl tut dem Herz-Kreislauf-System zusätzlich sehr gut. Eine Studie, die 2013 veröffentlicht wurde, konnte nachweisen, dass die Teilnehmer, welche die DASH-Diät durchführten, grundsätzlich ein 20 Prozent niedrigeres Risiko für Herzkrankheiten und ein 29 Prozent niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall hatten.

7 Tage Ernährungsplan

Damit du dir gut vorstellen kannst, wie eine Woche mit der DASH-Diät ausschauen kann, zeige ich dir jetzt einen Ernährungsplan für eine ganze Woche.

Beachte dabei, dass der Einsatz von Salz etwas sparsamer sein sollte. Den fehlenden Geschmack kannst du gut mit frischen Kräutern oder anderen natriumarmen Gewürzen ausgleichen.

Montag:

Frühstück: Apfel Zimt Porridge

Mittagessen: Forellenfilet mit Petersiliekartoffeln und Grillgemüse

Abendessen: Kichererbsen Salat mit Feta und Avocado

Snack: Banane mit Mandelmus

Dienstag

Frühstück: 2 weiche Eier, eine Scheibe Vollkornbrot, dünn mit Butter bestrichen, Paprika- und Karottensticks

Mittagessen: Süßkartoffel Hackfleisch Pfanne mit magerem Hack

Abendessen: Spargelsalat mit Erdbeeren und Mozzarella

Snack: Low Carb Karottenmuffins

Mittwoch

Frühstück: 250g Magerquark mit heißen Himbeeren, 1/2 Banane und 20g Cashewnüsse

Mittagessen: Hähnchenpfanne mit grünem Gemüse

Abendessen: Thunfisch Apfel Salat mit Walnüssen

Snack: 250g Melone

Donnerstag

Frühstück: Hirsebrei mit Früchten

Mittagessen: Vollkornspaghetti mit Gemüsesauce

Abendessen: Hüttenkäse Salat mit Kürbiskernöl

Snack: Apfel Zimt Energiebällchen

Freitag

Frühstück: 2 Scheiben Vollkornbrot mit Cottage Cheese, Gurken und Tomaten

Mittagessen: Hähnchenbrustfächer mit Pesto und Zoodles

Abendessen: Ofen Falafel mit grünem Salat und Kräuterdip

Snack: Vegane Haferflocken Bananen Kekse

Samstag

Frühstück: Bananen Tassenkuchen

Mittagessen: Serbische Bohnensuppe (vegetarische Version) mit Vollkornbrötchen

Abendessen: Tomaten Mozarella light Salat mit Vollkorntoast

Snack: 200g Joghurt mit geraspeltem Apfel und Haselnüssen

Sonntag

Frühstück: Low Carb Pancakes mit Beeren

Mittagessen: Rinderroulade mit Kartoffeln

Abendessen: Vollkornnudeln mit Paprikasugo und Feta light

Snack: Rhabarberkuchen

Fazit

Die DASH-Diät kann nicht nur deinen Blutdruck senken, sondern auch generell eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Grundsätzlich sind die Empfehlungen für diese Diät denen für eine ausgewogene Ernährung laut der DGE (deutsche Gesellschaft für Ernährung) sehr ähnlich.

Da diese Diät langfristig durchgeführt werden sollte und leicht durchführbar ist, sollte man sie eher als Ernährungsumstellung sehen. Durch eine Vielfalt von möglichen Lebensmittelkombinationen wird diese Ernährungsweise nicht langweilig und man muss nicht auf alles verzichten.

Hast du die DASH-Diät schon mal ausprobiert? Hast oder hattest du eventuell selber bereits Probleme mit Bluthochdruck? Wenn ja, was hast du dagegen unternommen?

Schreib uns deine Erfahrungen gerne in die Kommentare!

Viele liebe Grüße und bis bald, Dani

Dash Diät als beste Ernährung der Welt

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4 Comments

  1. Viola sagt:

    Ein sehr schöner Artikel, der die Dash Diät super erklärt. Habe mich vorher schon auf anderen Seiten belesen, aber hier habe ich nun alles viel besser verstanden. Lieben Dank!

    • Lukas Lengauer sagt:

      Gerne, Viola. Wir versuchen die Themen immer möglichst verständlich zu erklären und freuen uns deshalb sehr über dein Feedback! 🙂

  2. Ines sagt:

    Hallo, könnt ihr bitte mal den Text überarbeiten? Es gibt keine „Billion“ Menschen auf der Erde, sondern gerade mal 7,6 Milliarden (siehe erster Satz des gesamten Beitrags).

    Wenn der Artikel schon so beginnt, kann man dann dem Rest noch glauben?

    Gruß Ines

    • Lukas Lengauer sagt:

      Hallo Ines,

      im Englischen entspricht eine Billion einer Milliarde. Da die Zahl aus einer englischsprachigen Studie stammt, ist uns beim Übersetzen ganz einfach ein Fehler unterlaufen.

      Der restliche Artikel stimmt natürlich und ist mit wissenschaftlichen Quellen belegt.

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