Abnehmen ohne Kalorienzählen: 3 Gründe, warum es nicht klappt

Abnehmen ohne Kalorienzählen: 3 Gründe, warum es nicht klappt

Abnehmen ohne Kalorienzählen klappt nicht

Abnehmen ohne Kalorienzählen klappt nicht

Von Ernährungspädagogin Daniela Skerbinz, BEd
Letztes Update: 06.02.2020

Du versuchst schon eine Weile abzunehmen, machst Sport und isst gesund, doch auf der Waage tut sich nichts oder viel zu wenig? Keine Sorge, es geht vielen so. Vor allem, wenn du keine Kalorien zählst, kann es gut sein, dass du kleine Fehler machst, die eine Gewichtsabnahme verhindern.

In diesem Artikel stellen wir dir 3 häufige Gründe vor, die dafür sorgen, dass das Abnehmen ohne Kalorienzählen nicht klappt. Wenn du sie kennst, kannst du sie umgehen und wirst schnellere Erfolge erzielen.

Außerdem bekommst du Tipps, wie du diese Fehler am besten ausmerzen kannst, damit du dein Ziel endlich erreichst.

Warum Kalorien beim Abnehmen immer die wichtigste Rolle spielen

Abnehmen kann man durchaus ohne Kalorienzählen, aber auch nur dann, wenn du ein Kaloriendefizit erreichst. Das bedeutet nichts anderes, als dass du mehr Energie verbrauchen musst, als du isst. Nur dann baut dein Körper überschüssige Energiereserven in Form von Fett ab und du verlierst Gewicht.

Jede Diät, egal ob Low Carb, High Carb oder sonstige, funktionieren nur, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst.

Es gibt zwar Vertreter von Diäten, die behaupten, dass rein durch die Ernährungsweise Körperfett abgebaut wird. Ein Beispiel dafür wäre die ketogene Diät, welche eine extrem kohlenhydratarme Diät ist. Doch auch hier nimmt man nicht aufgrund der angeblich höheren Fettverbrennung ab, sondern schlicht und einfach aufgrund des Kaloriendefizits.

Es gibt nun mal leider keine Wunderdiäten, die einen Gewichtsverlust ohne Einschränkungen bewirken können. Als Faustregel solltest du dir also merken: Kein Kaloriendefizit, keine Abnahme.

Frau schafft das Abnehmen ohne Kalorienzählen nicht

Warum Kalorienzählen die sicherste Methode ist

Wie bereits erwähnt, kannst du auch abnehmen, wenn du keine Kalorien zählst. Mit dem Kalorienzählen kannst du allerdings schnell und einfach überprüfen, ob du weniger Energie aufnimmst, als du verbrauchst.

Das macht es viel einfacher deine Ernährungsgewohnheiten zu checken und du kannst erkennen, welche Lebensmittel besonders viele Kalorien haben und dir somit dein Kaloriendefizit zerstören können.

Zudem hast du beim Kalorienzählen immer einen guten Überblick über deine Kalorienaufnahme. Ist diese dauerhaft zu hoch, musst du dich nicht fragen, warum du nicht abnimmst, sondern hast es schwarz auf weiß und kannst etwas an deinen Essgewohnheiten ändern, um deinem Ziel wieder näher zu kommen.

Wie du deinen Kalorienbedarf und dein individuelles Defizit berechnen kannst, lernst du in unserem gratis Abnehmkurs. Alternativ dazu kannst du deinen Verbrauch auch mit einem genauen Fitness Armband* bestimmen.

Gründe, warum das Abnehmen ohne Kalorienzählen nicht klappt

Wir haben nun abgeklärt, was beim Abnehmen der wichtigste Faktor ist. Bist du kein Fan vom Kalorienzählen und versuchst ohne Zählen abzunehmen, kann es sein, dass du ein paar Fehler machst, welche eine Abnahme verhindern.

Dies sind die 3 häufigsten Gründe, warum das Abnehmen ohne Kalorienzählen nicht klappt:

1. Falsche Lebensmittelauswahl

Ein Grund, warum du nicht abnimmst, kann schlicht und einfach sein, dass du ständig Lebensmittel isst, die für den Fettabbau ungünstig sind. Das können zum einen kalorienreiche Lebensmittel sein.

Auch gesunde Lebensmittel, wie zum Beispiel Nüsse, Nussmus und pflanzliche Öle schlagen kalorientechnisch ziemlich zu Buche und können dein Kaloriendefizit zunichte machen. Setze solche Lebensmittel und andere kalorienreiche Nahrungsmittel, wie Käse, fettreiche Aufstriche und Wurst sowie zuckerreiche Produkte eher sparsam ein.

Zum anderen kann es vorkommen, dass du ständig Lebensmittel isst, die dich schlicht und einfach nicht sättigen. Isst du viele Produkte aus hellem Mehl sowie wenig Obst und Gemüse, kann es sein, dass du viel öfter Hunger hast und dementsprechend mehr Kalorien zu dir nimmst.

Steuere dem entgegen und baue ausreichend Obst und Gemüse in deinen Ernährungsplan ein. Obst und Gemüse sorgen gemeinsam mit Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide dafür, dass du lange satt bleibst, weil sie viele Ballaststoffe enthalten. So hast du weniger Hunger und nimmst über den Tag verteilt weniger Kalorien zu dir. (1)

2. Falsche Makronährstoffverteilung

Wenn du Kalorien zählst, hast du auch automatisch einen Überblick über deine Makronährstoffverteilung. Das heißt, du siehst genau, wie viel Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate du isst. Das ist nicht nur beim Abnehmen wichtig, sondern auch für deine Gesundheit.

Isst du zum Beispiel zu wenig Fett, kann sich das negativ auf deinen Gesundheitszustand auswirken. Fett ist nämlich unter anderem an der Bildung von gewissen Hormonen beteiligt.

Steht zu wenig Eiweiß auf deinem Speiseplan, kann das zum Abbau von Muskelmasse führen. Das ist gesundheitlich sehr bedenklich, aber auch fürs Abnehmen ungünstig, weil die Muskulatur viel Energie verbraucht.

Es kann außerdem sein, dass du bei einem zu niedrigen Eiweißkonsum nie richtig satt wirst und dann dementsprechend mehr isst. Eiweiß ist nämlich der Nährstoff, der am stärksten sättigt. (2)

Aber auch Fett sättigt und macht durch seine Funktion als Geschmacksträger zufrieden. Dadurch sinkt das Bedürfnis nach mehr Nahrung und Heißhungerattacken können vermieden werden. (3)

Versuche also vor allem auf einen ausreichend hohen Eiweißanteil in deiner Ernährung zu achten. Auf Lecker Abnehmen findest du eine Liste mit den 159 besten Eiweißquellen, die dir dabei hilft.

Nimmst du zu wenig Fett zu dir, solltest du versuchen mehr hochwertige Fettquellen einzubauen. Das wären zum Beispiel Nüsse, Avocados, Samen und Pflanzenöle, wie Rapsöl und Olivenöl.

3. Du isst viel mehr als du denkst

Auch wenn du glaubst, dass du gar nicht so viele Kalorien aufnimmst, kannst du damit ganz schön falsch liegen. Die Kalorienaufnahme richtig einzuschätzen ist wirklich schwierig und braucht sehr viel Übung. Vor allem bei Speisen, die man nicht selbst gekocht hat, kann man sich ganz schön verschätzen.

Aber keine Sorge, das geht ganz vielen Menschen so. Sogar Personen, die eine Ausbildung im Ernährungsbereich haben und mit dieser Thematik vertraut sind, liegen mit ihren Schätzungen oft weit daneben.

Eine Studie, die im Pennington Biomedical Research Center in Louisiana durchgeführt wurde, zeigte, dass Diätologinnen ihre tägliche Kalorienzufuhr um rund 220 Kalorien zu gering einschätzten. Bei Personen, die sich weniger mit Ernährung beschäftigten, waren es rund 430 Kalorien.

Du siehst also, das Schätzen der Kalorienzufuhr ist beim Abnehmen nicht gerade günstig. Es kann sein, dass du damit nur ganz leicht im Defizit oder sogar im Überschuss bist. Dann kannst du kaum eine Abnahme verbuchen und die Frustration steigt.

Du solltest also zumindest anfangs deine Mahlzeiten nicht nur abschätzen. Gerade, wenn man noch keine Erfahrung mit diesem Thema hat, liegen oft Welten zwischen dem geschätzten und dem tatsächlichen Kaloriengehalt der Mahlzeit. Tracke also deine Mahlzeiten anfangs genau, damit du zumindest ein Gefühl dafür entwickelst.

Das Schätzen von Kalorien sollte trotzdem nicht deine bevorzugte Abnehmstrategie werden. Wie du siehst, beißen sich sogar die Profis daran die Zähne aus.

Fazit

Menschen, die nicht ständig alles aufschreiben und kontrollieren wollen, können auch ohne Kalorienzählen abnehmen. Allerdings schleichen sich dabei oft Fehler ein und dann bleiben die Erfolge aus.

Was die häufigsten Fehler sind, weißt du jetzt. Um zu verstehen, woran es beim Abnehmen scheitert, würde ich dir trotzdem empfehlen mal ein paar Tage Kalorien zu zählen. Es gibt viele praktische Apps, die einem die größte Arbeit abnehmen. Somit hast du nicht viel Aufwand und kannst eventuelle Ernährungsfehler schnell entdecken und beheben.

Ich hoffe der Artikel konnte dir weiterhelfen und wieder etwas Schwung in dein Abnehmvorhaben bringen.

Alles Liebe, Dani

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