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Verursacht Nutella Krebs?

Nutella Krebs Schokocreme krebserregend
Ca. 1 Jahr ist es her, als mal wieder reißerische Schlagzeilen zu lesen waren. Angefangen von "Nutella verursacht Krebs!" bis hin zu "Nutella ist harmloser als gedacht" titelten die Zeitungen und Online Magazine.

Je nachdem welche Schlagzeile man gerade aufgetischt bekam, kann es schon passiert sein, dass dem ein oder anderen fast das Nutella Brötchen im Hals stecken geblieben ist. Die ach so beliebte Schokocreme soll Krebs verursachen? Aber was ist wirklich dran?

In diesem Artikel sehen wir uns das Thema Nutella und Krebs, sowie das Thema Palmöl etwas genauer an!

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Nutella, Palmöl und Krebs - die Vorgeschichte!

Im Mai 2016 veröffentlichte die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) einen Bericht, aus dem hervor geht, dass in Palmöl potenziell krebserregende Stoffe enthalten sind. Vor allem in raffiniertem Palmöl waren diese Stoffe in höheren Mengen nachweisbar.

Wie du vielleicht schon weißt, ist Palmöl auch einer der Inhaltsstoffe der beliebten Schokocreme Nutella. Der Grund dafür, warum die ganze Geschichte allerdings erst jetzt in die Öffentlichkeit vorgedrungen ist, ist, dass Ferrero (der Hersteller von Nutella) sich zu diesem Report kritisch äußerte. Und da sprangen natürlich auch die Medien auf den Zug auf!

Die kritischen Stoffe in Palmöl und anderen Pflanzenölen

Konkret ging es in dem Report der EFSA um 3 verschiedene Stoffe.
Glycidyl Ester, kurz GE, sind Stoffe, die für den Menschen als wahrscheinlich krebserregend eingestuft sind.
2-MCPD und 3-MCPD: Von diesen zwei Stoffen scheint eher das 3-MCPD problematisch zu sein. In Tierversuchen konnte nämlich eine Schädigung der Nieren durch 3-MCPD nachgewiesen werden.

Glycidyl Ester und 3-MCPD wurden in dem Report der EFSA in Pflanzenölen in teils hohen Konzentrationen nachgewiesen. Den höchsten Gehalt an Glycidyl Ester und 3-MCPD hatte Palmöl, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Doch auch Kokosöl, Sonnenblumenöl und andere Fettquellen enthalten GE und 3-MCPD.

In welchen Lebensmitteln kommen GE und 3-MCPD vor?

Vorkommen tun diese Stoffe vor allem in Backwaren wie Keksen, Pancakes und Waffeln. Aber auch in Kartoffelprodukten und Kindernahrung (Formulanahrung/Pulvernahrung) sind sie zu gewissen Anteilen enthalten. Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt:


Für wen sind diese Lebensmittel bzw. Stoffe am gefährlichsten?

Für Kinder und Kleinkinder! Nachdem GE und 3-MCPD auch in Kindernahrung in hohen Konzentrationen nachgewiesen wurde und Kinder ein viel geringeres Körpergewicht haben, nehmen diese pro Kilogramm Körpergewicht logischerweise viel mehr auf als Erwachsene. Um genau zu sein nämlich ca. das Dreifache!

Dies führt auch dazu, dass die EFSA in ihrem Report vor allem Kinder im Hinblick auf diese Kontaminanten als gefährdet einstuft. Die Aufnahme durch Palmöl selbst, ist allerdings schon deutlich geringer, als noch vor ein paar Jahren. So haben sich sowohl die GE, als auch die 3-MCPD Konzentrationen in Palmöl in den letzten Jahren halbiert.

Und was ist jetzt mit Nutella?

GE und 3-MCPD entstehen hauptsächlich dann, wenn Pflanzenöle auf Temperaturen von über 200° C erhitzt werden. Die beliebte Schokocreme Nutella wird allerdings bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet. Eben genau, um die Entstehung von potenziell krebserregenden Substanzen zu minimieren. Zusätzlich hat sich ja auch der GE und 3-MCPD Gehalt im Palmöl in den letzten Jahren halbiert. Nutella deshalb direkt als die Ursache von Krebs zu sehen, ist also wahrscheinlich etwas überzogen.

Worauf sollte ich achten?

Wer hin und wieder Nutella isst, der wird nicht gleich tot umfallen. Man muss allerdings beachten, dass auch andere pflanzliche Öle wie zum Beispiel Kokosöl und Sonnenblumenöl höhere Konzentrationen GE und 3-MCPD enthalten können. Zusätzlich dazu findet man es auch in Lebensmitteln wie Backwaren und Kartoffelprodukten, da diese erhitzt und zusätzlich auch oft mit Palmöl oder Sonnenblumenöl hergestellt werden.

Wenn man also viele der betroffenen Produkte täglich isst, dann sollte man sich darüber definitiv Gedanken machen. Und das meine ich nicht nur wegen den potenziell schädlichen Stoffen, die dann in höheren Mengen aufgenommen werden.

Wer sich aber gesund und ausgewogen ernährt und Sport treibt, der braucht auch keine Angst haben mal in ein Brot mit Schokocreme zu beißen! Denn wie heißt es so schön: Die Dosis macht das Gift!

Was in Bezug auf Palmöl allerdings noch zu erwähnen ist, ist die Tatsache, dass es in den allermeisten Fällen ohne wirkliche Rücksicht auf unsere Umwelt hergestellt wird. Denn für den Anbau der Ölpalme werden teilweise große Flächen Regenwald abgeholzt, was natürlich auf mehreren Ebenen äußerst kritisch zu sehen ist.

Insgesamt sollte man beim Konsum von Produkten mit Palmöl also auch auf diesen Aspekt achten, der klar dagegen spricht.
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